DIY:Pflanzenwand

Aus Tatendrang
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Idee

Ziel dieses Projekts, ist die Verbindung von Pflanzen und einem dazugehörigen, autarken Bewässerungssystem mit einem Möbelstück, dessen Nutzung optional für den Innen-, sowie Außenbereich möglich ist. Der Aufbau soll einfach gestaltet und somit auch leicht nachvollziehbar sein, damit dieses Projekt auch von Außenstehenden einfach nachgebaut werden kann. Dabei wird ein großer Wert auf Verwendung von einfachen bereits vorhandenen, aussortierten Materialien, sowie Verbindungssysteme gelegt.

Die Grundidee ist die Verbindung einer Regal- und Pflanzenwand mit einem in variabler Form nutzbarem Tisch. Dabei ist die Anordnung der verschiedenen Elemente zu Aufhängung der Pflanzen, sowie Abstellfläche im Rahmen der hier entwickelten Pflanzenwand jederzeit variabel. Sie ist bei einem möglichen Nachbau nur als eine Option von vielen zu betrachten. Dabei ist nicht nur die Anordnung optional, sondern auch der Einsatz der Materialien. In diesem Projekt wird das Hauptmaterial Holz sein. Zudem werden die Verbindungen durch ein eigens entworfen und realisiertes System verwirklicht, welches mit einem 3D-Drucker leicht herzustellen ist, um die Mobilität in der Umgestaltung zu gewährleisten, aber auch um möglichen umweltschädlichen Klebstoffen zu entgehen. Aber auch andere Materialen eignen sich zu einem Nachbau. Damit die Pflanzenwand auch im Innenbereich eingesetzt werden kann, werden nur Pflanzen verwendete, welche für ihre Fortpflanzung keine Bienen benötigen.

Aufbau

Materialien

siehe Bild 1

1. PVC-Rohre in zwei verschiedenen Größen je Seite als 'Sockel' der Rückwand

1.1) Steine zur Beschwerung

1.2) Wasser als Teil des Bewässerungssystem für die Pflanzen

1.3) robuste Baumwoll-/Hanfschnüre als Teil des Bewässerungssystem für die Pflanzen

2. Mittelstreben aus Bambus

2.1) Aufhänger aus alten Baumwoll-/Hanf-/Kunsstoffsäcken, variabel nutzbar für die Pflanzen als auch Stauraum

3. Tisch aus einem alten Fenster

3.1) Verstärkung durch eine Spanholzplatte

3.2) Nutzung des Zwischenraums zwischen Glas- und Spanholzplatte für Dekoration

3.3) Vorderbeine aus Kiefernholz

4. Verbindungsstücke aus Kunststoff, mit einem 3D-Drucker gefertigt

4.1) Verbindungsstück für die Bambusstreben

4.2) Verbindungsstück für die Tischplatte bzw das Fenster

Bewässerungssystem

Die einzelnen Pflanzen werden jeweils dem am nahsten gelegenem Wassertank/-pipe über 1–2 cm dicke Baumwoll-/Hanfschnüren verbunden. Aufgrund von Kapillarkräfte 'läuft' das Wasser entlang der Schnüre in die Erde der jeweiligen Pflanze. Es findet eine stetige Bewässerung statt, wobei die zugeführte Menge an Wasser durch die Pflanze geregelt wird. Insgesamt finden 10–15 L in den Wasserpipes statt, was je nach Menge der genutzten Pflanzen ein Auffüllen von einmal innerhalb von ein bis zwei Monaten erfordert.

Unsere Umsetzung

Eine Skizze der Pflanzenwand ist in Bild 1 zu sehen. Weitestgehend entsprechend dieses Aufbaus haben wir unsere Pflanzenwand realisiert. Wie dem Bild 1 entnommen werden kann, wird die ganze Pflanzenwand um die 2 m hoch und insgesamt 1–1.1 m breit. Daher ist sie sowohl einfach für jeden Innen- sowie Außenbereich nutzbar.

Beschaffung der Materialien:

Die Pflanzen, zum Teil in Form von Samen, haben wir zum großen Teil von dem UniGardening-Team erhalten und selber zu Sprösslingen hochgezogen. Wichtig dabei ist der Einsatz von Pflanzen, welche sich nicht nur durch Hilfe von Bienen fortpflanzen, wie zum Beispiel Erdbeeren. Erdbeeren können durch Kontakt eines Pflanzenarms mit Erde neue Wurzeln ausbilden. Die Verbindung zwischen der Mutterpflanze und der Tochterpflanze mit den neu ausgebildeten Wurzeln kann anschließend getrennt werden, bzw. verkümmert nach einiger Zeit. Beide Pflanzen können sich nun unabhängig voneinander weiterentwickeln und dienen in der Fortpflanzung jeweils als Mutterpflanze. Das Holz wurde uns vom Restebestand anderer Projekte zur Verfügung gestellt. Zum Beispiel stammt das für die Mittelstreben verwendete Bambus von dem Bambus-NaWaRo-Fahrrad-Projekt. Das Fenster stammt von vor kurzem durchgeführten Umbauarbeiten des 3D-Cafe Hauptseite. Die Verbindungsstücke wurden selbst designed. Die Realisierung erfolgt durch die Nutzung der 3D-Drucker des 3D-Cafe Hauptseite. Zusätzliche Elemente, wie die PVC-Rohre, die Baumwollschnüre für das Bewässerungssystem, sowie die Aufhänger für die Pflanzen wurden von uns selber beschafft. Dabei wurden Internetplattformen wie Ebay Kleinanzeigen, aber auch improvisierte Materialien, wie robuste Müllsäcke genutzt.

Realisierung des Aufbaus:

Die zugeschnittenen äußeren PVC-Rohre

Die PVC-Rohre

Die Rohre haben wir bei Ebay kleinanzeigen für ca. 25 € gekauft. Da sie sowohl als Lastträger als auch als Wassertank dienen, haben wir uns entschieden, zwei kleine Rohre (in denen das Wasser lagert) in zwei große Rohre (ca 50 mm Radius) einzubetten. Die Rohre wurden auf die selbe Länge gesägt und gerade geschliffen, so dass sie nicht schief stehen.

Die dünnen Rohre wurden mit Beton von ein paar Zentimetern Höhe ausgegossen, damit das Wasser nicht herausfließen kann.

Der Tisch

Als Tisch dient uns ein altes Fenster, das bei Renovierungsarbeiten des 3D-Cafe´s aussortiert wurde (Siehe Bild ...).

Auf der Unterseite haben wir getrocknete Blätter, Holzstücke mit dem 3D-Drucker hergestellte Blätter und andere Verzierungen ausgelegt und mit Resin (???) übergossen. Das ausgehärtete Resin hält die Verzierung an ihrem Platz und stabilisiert die Fensterscheibe, sodass sie als Tisch nutzbar ist. Bei der Verarbeitung von Resin ist unbedingt das Verwenden von Atemschutzmasken empfohlen.

Der Tisch aus einem aussortierten Fenster in bearbeitung
Die fertig gestellte Tischplatte aus einem aussortierten Fensterrahmen
Die Tischbeine mit ausgesägten Aussparungen um das Fenster aufzulegen.

Für die Tischbeine haben wir einen Baumstamm aus dem 3D-Cafe verwendet, den wir in 3 gleich große Teile zersägt haben. Erst später haben wir erfahren, dass es sich hierbei um das Wahrzeichen des 3D-Cafe gehandelt hat. Tut uns leid, RIP. Die Tischbeine haben wir dann mit Winkeln und Schrauben am Fensterrahmen befestigt.